Aquarianer Tage

Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus. So war es auch mit der Vorbereitung zu unseren Kölner Aquarianertagen 1998.

Beflügelt vorn Erfolg der KAT 1996 und beauftragt von unseren Vereinsrnitgliedern während der Jahreshauptversammlung im Januar 1997 begannen schon bald darauf die Vorbereitungen für die KAT 1998. Durch organisatorische Schwierigkeiten der Köln Messe-Gesellschaft ließ sich als Termin nur der 5. und 6. Dezember 1998 verwirklichen.

Werner Meidling übernahm wiederum die Organisation für diese Großveranstaltung und damit ein großes Pensum zusätzlicher Arbeiten, die ihn bei näher kommendem Termin überdimensional belasteten. Das Organisations- Komitee, das ihm helfend zur Seite stand, setzte sich aus dem restlichen Vorstand sowie einigen weiteren Vereinsmitgliedern zusammen. Man traf sich in unterschiedlichen Zeitabständen zu Besprechungen und zur Bestandsaufnahme.


Ziel unserer Großveranstaltung sollte es sein, mit unserem Hobby an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir wollten nichtorganisierte Aquarianer und Terrarianer zum Besuch bewegen, sie über unser Hobby und die Vorteile einer Vereinszugehörigkeit beraten und möglichst viele neue Mitglieder gewinnen.

Voraussetzung für die Durchführung solch einer Veranstaltung ist die finanzielle Absicherung. Diese war lange Zeit ungewiss. Der gewählte Termin gefiel einigen Zoofachhändlern nicht. So kam auch erst sehr spät "grünes Licht" für den Vertragsabschluß mit der Köln Messe-Gesellschaft. Sicher war sicher!

Werner Meidling war seit der (unverbindlichen) Reservierung des Congress Centrum Ost der Köln Messe unermüdlich aktiv, Sponsoren, Zoofachhändler und Verlage vivaristischer Literatur für unser Unternehmen zu begeistern und unter Vertrag zu nehmen. Nach Hunderten von Telefonaten und gefahrenen Kilometern, viel geopferter Freizeit und Urlaubstagen war es ihm dann auch gelungen, den Veranstaltungsbereich bis auf den letzten Quadratmeter an interessierte Unternehmer zu vermieten.

Neben dem geschäftsmäßigen Teil - dies haben Sie beim Besuch der Veranstaltung bestimmt auch selbst erkannt - wurden einige Sonderausstellungen eingeplant.

Unsere Aquarienausstellung mauserte sich dabei zum Schmuckstück der Veranstaltung. Dank an die vielen Sponsoren, ohne die eine Realisierung dieses Bereichs unmöglich gewesen wäre und Dank auch an die Vereinsmitglieder und -freunde, die bereits einige Monate im voraus im Museum König, Bonn vier Terrarien für diesen Ausstellungsraum eingerichtet hatten. Eine Afrika-Ausstellung mit Skorpionen und Giftschlangen und eine Vogelspinnen Ausstellung rundeten zumindest die Sonderausstellungen, wenn auch bei weitem noch nicht die Aktivitäten, unserer Mitglieder ab.

Sehr positiv erwähnen möchte ich letztlich auch die Ausstellung des Zollamtes Flughafen Köln-Bonn mit beschlagnahmten Tieren und Tierteilen, die bei unseren Besuchern und auch den Ausstellern viel Anklang fand.

Im Vorfeld galt es, die Genehmigung der Stadt Köln und des Veterinäramtes einzuholen. Um unsere enormen Kosten aber auch die der anwesenden Zoofachhändler zu decken, war es weiterhin erforderlich, in sehr großem Ausmaß für die Veranstaltung in der Öffentlichkeit zu werben. Für die Sonderveröffentlichungen im Kölner Stadt-Anzeiger, in der Kölnischen Rundschau und im Bonner General-Anzeiger wurde die Werbung entworfen, den Redakteuren der jeweiligen Zeitungen redaktionelle Vorschläge und Fotos an die Hand gegeben sowie bei Zoofachhändlern und Herstellern um Werbepartner geworben, um die mit Auflagen verbundenen Sonderveröffentlichungen zu realisieren.

Dank des unermüdlichen Einsatzes des Organisationskomitees, angeführt von Werner Meidling, wurden diese Aufgaben zu aller Zufriedenheit bewältigt.

Während der Veranstaltung galt es, die Arbeitslast auf viele Schultern zu verteilen. So waren in den verschiedenen Bereiche verantwortliche Vereinsmitglieder tätig, um die anfallenden Arbeiten zu koordinieren und einen möglichst reibungslosen Ablauf der Auf- und Abbauarbeiten sicherzustellen. Für die Aquarien- und Terrarienausstellung waren Roland Pieper (nur während der Vorbereitung), Alexander Paulus, Peter Klaas und Katrin Schmidt zuständig. Für die Börse Michael Scharfenberg, für die Vorträge Dieter Ziehm und Peter Müller, für unsere Afrikaausstellung Herbert Schiejok, für die Vogelspinnenausstellung Peter Klaas, für die Wassertests Rolf Merkle und Markus Röhrich und für die Mikroskopie und den Bereich ,"Fischkrankheiten" Friedrich Lütkemöller verantwortlich. Um die Elektrizität kümmerte sich Dieter Friedrich, für zusätzliche Werbemaßnahmen im Vorfeld der Veranstaltung der Schreiber dieser Zeilen und für die Gesamtorganisation, wie Händler und Aussteller, Werner Meidling selbst, verstärkt durch Lutz Schürmanns.

Trotz den teilweise sehr hohen Anforderungen kam bis zum Abschluss der Veranstaltung nur sehr selten Stress auf. Nicht zuletzt war dies unseren unermüdlichen guten Geistern zu verdanken, die sich ohne Unterlass um unser ,"leibliches Wohl" gekümmert haben. Mein besonderer Dank geht daher an Sie, liebe Frau Pütz, Frau von Hahn, Frau Ziehm und Frau Greiß.

Der Abbau verlief geordnet, dauerte aber mangels eines weiteren LKWs bis in den frühen Morgen. Helmut Wilhelm Weyergans ein Freund von Otto Pütz war der Fahrer des angemieteten LKWs. Er war Montag erst gegen 04.00 Uhr morgens zu Hause. Auch ihm gilt ein besonders herzliches Dankeschön für seinen Einsatz!

Selbstverständlich ist solch eine große Veranstaltung alleine mit den oben genannten Aktiven unmöglich.

Im Vorfeld wurden unsere Mitglieder mehrmals zur Mithilfe aufgerufen. Obwohl sich etwa 60 Mitglieder nebst Familienangehörigen, z. T. für unterschiedliche Tage und Zeiten gemeldet hatten, langte dies immer noch nicht aus. Durch gute und freundschaftliche Beziehungen von Werner Meidling und Otto Pütz gelang es uns, weitere Helfer zu gewinnen.

Sie alle namentlich aufzuführen, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Ich möchte aber nicht vergessen, mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung zu bedanken und freue mich, daß Sie den Aufrufen zur Mithilfe nachgekommen sind.

Ihnen allen ein großes Lob und große Anerkennung, die Sie direkt und indirekt zum Gelingen unserer Kölner Aquarianertage 1998 beigetragen haben! Ihr Einsatz war beispielhaft! Trotz allem: An den Veranstaltungstagen hat sich herausgestellt, dass wir noch weitere Helfer benötigt hätten!

Mein abschließender Dank und große Anerkennung gilt unserem "Organisator" der Kölner Aquarianertage 1998, Werner Meidling, der neben seiner vielen Freizeit viel Liebe, Engagement und Überzeugungskraft für ein gutes Gelingen aufgebracht hat.

Der Erfolg dieser Kölner Aquarianertage1998 ist in erster Linie sein Erfolg! Danke, Werner!

Bemerkenswert war der Einsatzwille und die Einsatzfreude aller Vereinsfreunde und Helfer. Selbst bei Überlastung, weil es an verschiedenen Stellen keine Ablösungen gab, bzw. diese schwierig bereitzustellen waren, kam nur sehr selten Stress auf.

Rückblickend ist festzustellen, dass der Aufbau der Veranstaltung am 3. und 4. Dezember reibungslos verlief. So als wäre diese Arbeit alltäglich für die Beteiligten. Der Aufbau 1996 hatte wesentlich länger gedauert!

Die Veranstaltung selbst am 5. und 6. Dezember entwickelte sich dann zum Erfolg für alle vorherigen Mühen. An beiden Tagen konnten, trotz Schnee, Glatteis und widrigsten Witterungsbedingungen, in und um Köln herum ging auf den Autobahnen nichts mehr, 5.000 Besucher gezählt werden. Viele Nachbarvereine waren vertreten. Sie alle zeigten Zufriedenheit und z. T. Bewunderung über das Ausmaß und die Gestaltung. "Das habt ihr toll gemacht", bekam ich oft zu hören und entsprechende Glückwünsche habe ich gerne entgegen genommen. Diese anerkennenden Worte gebe ich ohne Einschränkungen an unsere Aktiven weiter.

Unerwähnt soll auch nicht bleiben, dass im Anschluss an den ersten Veranstaltungstag während einer kleinen Feier die ehemaligen Vereinsmitglieder Kurt Paffrath und Kaspar Horst für ihre damaligen großen Verdienste in unserem Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Unserer Vereinsmitglied Dr. Lothar Seegers dem die gleiche Ehrung zukam, konnte, weil sein Auto streikte, an dieser Feier leider nicht teilnehmen.

Günther Schmelzer